1920 - Die Anfänge

Es war ein schwieriges Beginnen

Während der Fußballsport in seinem Mutterland England zu Beginn dieses Jahrhunderts längst die Wiege verlassen hatte und bereits eine volkstümliche Sportart geworden war, konnte in Deutschland eine derartige Popularität dieses Sports erst nach Ende des ersten Weltkrieges und in den darauf folgenden Jahren verzeichnet werden.

Obwohl auch in unserem Land bereits nach der Jahrhundertwende in den größeren Städten viele Vereine gegründet worden waren, dauerte es in den Landgemeinden meist bis in die Zwanziger Jahre, ehe es auch hier zum organisierten Fußballspiel kam. Zu groß waren zunächst die Widerstände, die den meist jugendlichen Fußballpionieren aus allen Kreisen der bürgerlichen Gesellschaftsschichten entgegengebracht wurden.

 

Gründung des VfB Fautenbach im Jahr 1920

Sechs Jahre älter könnte unser Verein heute bereits sein, wenn die seinerzeitigen Fautenbacher Gemeindeväter den im frisch gegründeten "Verein für Bewegungsspiele (VfB)" federführend zusammengeschlossenen Bürgersöhnen Philipp Glaser, Bernhard Ketterer, August Schindler, Heinrich Hauser, Rudolf Schindler (Andreas Sohn), Franz Hauser und Erwin Rischard Unterstützung gewährt hätten. Da aber trotz mehrfacher Gesuche an den Gemeinderat mit der Bitte, ein geeignetes Sportgelände zur Verfügung zu stellen, die starre und unnachgiebige Haltung der Dorfoberen nicht zu erweichen war (selbst das Badische Ministerium in Karlsruhe bekam hiervon zu wissen), musste diese erste Blüte des Fautenbacher Fußballsports, kaum dass sie aufgegangen war, wieder verwelken.
Dennoch blieben die Betreiber der Idee auch in unserem Dorf unbeirrt, der runde Lederball kam nicht mehr zur Ruhe und bei jeder sich bietenden Gelegenheit wurde eifrig "gekickt". Immer mehr Fußballvereine wurden in den Nachbargemeinden ins Leben gerufen und auch in Fautenbach ließ sich die Entwicklung des Fußballsports nicht mehr aufhalten.

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